Der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) in der Klinik

Arzt hält Schiefertafel in der Hand. Auf der Tafel steht das Wort eHBA. In der anderen Hand hält der Arzt ein Netzwerkkabel als Symbol für die Digitalisierung des Heilberufsausweises.

Ärztinnen und Ärzte in Kliniken brauchen im Arbeitsalltag den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA). Wie Sie den Ausweis bekommen und für die Nutzung aktivieren und welche Schritte mit der Klinik abgesprochen werden müssen, zeigt Ihnen unsere Kurzanleitung auf einen Blick.

KIM-Adressen im zentralen Verzeichnis finden

Kommunikation im Medizinwesen (KIM)

Immer mehr Ärzte, Praxen und Krankenhäuser nutzen den sicheren E-Mail-Dienst KIM – kurz für „Kommunikation im Medizinwesen“. Sie verschicken darüber beispielweise Nachrichten und elektronische Arztbriefe an Kolleginnen und Kollegen.

Allerdings tauchen häufiger Probleme auf, wenn für den Versand einer Nachricht die KIM-Adresse des Empfängers aus dem zentralen Adressbuch ausgewählt werden muss: Beispielsweise können darin mehrere Einträge pro Arzt oder Praxis oder auch unvollständige bzw. widersprüchliche Angaben stehen. Der Absender kann sich also nicht ganz sicher sein, ob er die Nachricht wirklich an den richtigen Empfänger schickt.

Ein weiteres Problem sind eigene fehlerhafte oder unvollständige Angaben im Adressbuch, beispielweise für eine Praxis oder einen Arzt. Wenn Angaben ergänzt oder korrigiert werden sollen, ist unklar, an wen man sich dafür wenden muss.

Chipkarten-Verwaltung für die Telematikinfrastruktur (TI) in der Praxis

Der Konnektortausch, der in vielen medizinischen Einrichtungen für Ärger und Aufwand gesorgt hat, war nur der Auftakt: Aus Sicherheitsgründen ist die Gültigkeit der Zertifikate auf Chipkarten zeitlich begrenzt. Deshalb müssen sie innerhalb vorbestimmter Zeiträume ersetzt werden. Das gilt nicht nur für Karten im Konnektor, sondern auch für die Karten in den Kartenterminals und die Chipkarten, mit denen sich Mediziner (eHBA) und Einrichtungen (SMC-B) identifizieren.
Aus diesem Grund ist es für Arztpraxen wichtig, den Überblick über die eigenen Chipkarten der Telematikinfrastruktur (T) und die zugehörigen Zertifikate zu behalten. Unsere ausfüllbare Übersicht unterstützt Sie bei der Verwaltung der Karten im Praxisalltag.

„Die Welle baut sich gerade auf“

Sebastian Faulbrück-Röhr, GMC Systems

Das Thema Zertifikatsablauf ist ein Aspekt der Telematikinfrastruktur (TI), der Fachleuten lange bekannt ist, aber für diejenigen ein Problem werden kann, die es nicht kennen oder ignorieren: Das Ende der ersten Kartengeneration der SMC-B Institutionskarten ist erreicht. Wer es verpasst, sich rechtzeitig mit einer neuen Karte auszustatten, kann sich nicht mehr in der TI anmelden und auch keine Fachanwendungen mehr nutzen. Diplom-Wirtschafts-Informatiker Sebastian Faulbrück-Röhr, Product-Owner für die Telematikinfrastruktur bei der GMC Systems mbH erklärt, worauf Arztpraxen jetzt achten müssen.