DIGA, DIPA und Co – Gesundheits-Apps im Überblick

Digitale Gesundheitsanwendungen und Apps

Fitness- oder Lifestyle-Apps gibt es schon lange. Auch Anwendungen zur Unterstützung der Gesundheit oder zum Management einer (chronischen) Krankheit sind schon seit einiger Zeit in den App Stores von Apple und Google zu finden. Und selbst die im Oktober 2020 eingeführten Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) werden in den amerikanischen App Stores zum Download angeboten.

Der Begriff der Gesundheits-App ist allerdings nicht geschützt. So kann jeder Hersteller seine Anwendung als Gesundheits-App bezeichnen, ob sie nun als Pillen-Wecker oder bei gesunder Ernährung unterstützt, Schritte zählt oder den Schlaf zu interpretieren versucht.

DiGA Check – HelloBetter Stress & Burnout

Die digitale Gesundheitsanwendung HelloBetter Stress und Burnout von der GET.ON Institut für Online Gesundheitstrainings GmbH hilft dem Patienten mit Erschöpfungssymptomen durch Stress und Burnout mit einer Kognitiven Verhaltenstherapie.

DiGA Check – vorvida

Die browserbasierte Anwendung vorvida von der GAIA AG soll dabei helfen, schädlichen Alkoholkonsum oder Alkoholabhängigkeit zu reduzieren, die Selbstwirksamkeit zu stärken und mit Rückfällen umzugehen.

„Es besteht grundsätzlich ein gewisser Nachholbedarf“

Dr. Gregor-Konstantin Elbel

Die im Herbst 2020 als „Weltneuheit“ in den Markt eingeführten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) auf Rezept kranken noch an einer geringen Marktdurchdringung. Dr. Gregor-Konstantin Elbel, Partner, Life Science und Healthcare bei Deloitte, beleuchtet die Chancen und Herausforderungen für eine größere Akzeptanz.

DiGA-Check – Vivira

Die Vivira-App von Vivira Health Lab bietet ein Physiotherapie-Trainingsprogramm für Wirbelsäule, Knie und Hüfte.

DiGA-Check – somnio

Die Somnio-App von mementor DE soll dabei helfen, psychisch bedingte Schlafstörungen („nichtorganische Insomnie“) durch modulare Schlaftrainings zu lindern.

„Verteilte Verantwortungs­losigkeit“

Dr. Alexander Schachinger, E-Health-Forscher und Studienleiter EPatient Survey

Dr. Alexander Schachinger, Geschäftsführer der EPatient Analytics GmbH, die seit 2010 der Gesundheitswirtschaft strukturierte EHealth-Marktdaten zur Verfügung stellt, über mögliche Gründe für den verhaltenen Start der Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), der „App auf Rezept“.

Vom Lieblingsthema zum Stiefkind

Frau hält ein Smartphone mit der Anzeige einer Herzfrequenz App

Voller Stolz hatte Gesundheitsminister Jens Spahn die „Digitalen Gesundheitsanwendungen“ (DiGA) als „Weltneuheit“ angekündigt. Doch ein knappes halbes Jahr nach der Einführung fristen die „Apps auf Rezept“ eher ein Schattendasein. Das liegt nicht zuletzt auch an deren Herstellern.

DiGA: Auf der Überholspur zur App auf Rezept

Frau hält ein Smartphone mit der Anzeige einer Herzfrequenz App

Ob Blutzuckerkontrolle oder Arzneimitteleinnahme: Mit einem beschleunigten Zulassungsverfahren für Gesundheits-Apps will das Gesundheitsministerium deren Nutzung fördern. Die ersten 15 App-Kandidaten sind in das Verfahren gestartet. Sobald die Anwendungen zugelassen sind, können Patienten sie sich vom Arzt verschreiben und von ihrer Krankenkasse erstatten lassen.