Chronik der Telematikinfrastruktur – 2001 bis 2024
Erste Pläne zur Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens gab es bereits zur Jahrtausendwende. Richtig Fahrt aufgenommen hat das Thema allerdings erst 2016 mit dem Inkrafttreten des E-Health-Gesetzes. Eine Chronik über die Entwicklungen der Telematikinfrastruktur. 2001 „Lipobay-Skandal“: Der Pharmakonzern Bayer nimmt das Medikament Lipobay vom Markt, nachdem weltweit mehr als 50 Menschen an den schädlichen Wechselwirkungen […]
Diese Geräte und Komponenten braucht man für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur

Konnektoren, Kartenterminals und SMC-Bs: Die Übersicht über die wichtigsten zugelassenen und zertifizierten TI-Geräte sowie deren Anbieter.
TI-Messenger (TIM): Verzögerungen beim Vorzeigeprojekt

Er ist da – zum Ende des ersten Quartals 2024 wurde der TI-Messenger von Famedly als Erster seiner Art zugelassen. Konkurrenzprodukte stehen in den Startlöchern. Einen konkreten Fahrplan für den weiteren Roll-out gibt es allerdings nicht. Weitere Zulassungen liegen bislang noch nicht vor. Bis wann das angestrebte Ziel erreicht wird, dass alle im Gesundheitswesen vertretenen Menschen und Berufswege sicher untereinander kommunizieren können, kann die gematik derzeit nicht sagen.
Potenzial dank Partnerschaft

Die Digitalisierung der deutschen Krankenhäuser ist eine der größten Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen. Es fehlen IT-Fachkräfte und finanzielle Mittel gleichermaßen. Oft tun sich die Häuser schon schwer damit, normale Abläufe im Arbeitsalltag zu digitalisieren. Eine pragmatische Lösung für dieses Digitalisierungsdilemma liegt in der Auslagerung der Klinik-IT. In Bayern machen erste Kliniken vor, wie das funktioniert – mit erstaunlichen Ergebnissen.
Auf dem Weg zum ID-Standard

Seit dem Jahresbeginn 2024 müssen Krankenkassen ihren Versicherten eine digitale „GesundheitsID“ anbieten. Die Gesundheitsbranche strebt eine einheitliche Lösung an und könnte damit maßgeblich dazu beitragen, den Dschungel der vielen unterschiedlichen digitalen Identitäten zu lichten. Damit liegt sie auf der Linie der EU, die eine länderübergreifende European Digital Identity Wallet schaffen will.
„Es besteht grundsätzlich ein gewisser Nachholbedarf“

Die im Herbst 2020 als „Weltneuheit“ in den Markt eingeführten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) auf Rezept kranken noch an einer geringen Marktdurchdringung. Dr. Gregor-Konstantin Elbel, Partner, Life Science und Healthcare bei Deloitte, beleuchtet die Chancen und Herausforderungen für eine größere Akzeptanz.
„Es geht Vertrauen verloren“

Dr. Wolfgang Hauser, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart (ZIRIUS) und federführender Co-Autor des TechnikRadar 2022 über die Veränderung des Arzt-Patientenverhältnisses infolge der Digitalisierung und trügerische Patientenkompetenz.
Halbgötter-Dämmerung

Die Digitalisierung führt auch zu einer rasanten Veränderung im Arzt-Patienten-Verhältnis. Vom Status der allwissenden „Halbgötter in Weiß“ sollen sich die Ärzte laut Studien und Experten zu digitalen Gesundheitslotsen und Informationsbrokern für ihre Patienten entwickeln. Aber wer die Ärzte auf diesem Weg anleitet und weiterbildet, vermag nicht mal die Bundesärztekammer zu sagen.
Digitalisierung im Gesundheitswesen – einfach und interaktiv erklärt

Was ist die elektronische Patientenakte? Wie nutze ich einen elektronischen Medikationsplan? Und sind meine Gesundheitsdaten sicher, wenn ich so ein Angebot nutze? Viele Versicherte haben bereits von den neuen digitalen Angeboten im Gesundheitswesen gehört, nutzen sie jedoch bisher kaum – auch aufgrund fehlenden Wissens. Informationsangebote dazu gibt zwar viele, sie sind aber häufig schwer zu verstehen.
Vormarsch der „Spaltpilze“

Wird Deutschlands rückständiges Gesundheitswesen von privaten Finanzinvestoren überrollt? Noch ist es nicht ganz so weit. Aber aktuelle Übernahmen im lukrativen fachärztlichen Bereich und bei Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) pushen die Konsolidierung des Marktes und haben nun die kassenärztlichen Vereinigungen aufgeschreckt. Zumal deren jüngste Studie zu dem Thema auch nichts Gutes verheißt.