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Cumputer/Grafik eines Rechenzentrums mit verbindenden Vektoren Linien in Blau, 3D Render Grafik

Telematikinfrastruktur: Erster Rechenzentrums-Konnektor zugelassen

Wichtiger Schritt für die Anbindung von Krankenhäusern an die Telematikinfrastruktur: Gematik erteilt Zulassung für Rechenzentrums-Konnektor.

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Ein Meilenstein für die Anbindung von Kliniken an die Telematikinfrastruktur: Die TI-Betreibergesellschaft Gematik hat einem Konnektor des Herstellers Secunet die Zulassung erteilt, der dezidiert für den Betrieb im Rechenzentrum vorgesehen ist – der sog. Rechenzentrums-Konnektor.

Viele IT-Verantwortliche in Krankenhäusern haben lange darauf gewartet, dass ein Anbieter eine Konnektorvariante auf den Markt bringt, die explizit für den Einsatz in Rechenzentren entwickelt wurde. Am 18. März 2020 konnte das Essener Unternehmen Secunet verkünden, dass es von der Betreibergesellschaft der Telematikinfrastruktur für das Gesundheitswesen – der Gematik – die Zulassung für ein derartiges Gerät  – den Rechenzentrums-Konnektor – erhalten hat.

Damit erweitern sich die die Möglichkeiten für den Anschluss von Krankenhäusern an die Telematikinfrastruktur (TI). Bislang standen anbindungsinteressierten Kliniken vor allem Lösungen zur Verfügung, bei denen mehrere Einzelplatzkonnektoren von einem Betreiber in einem Rechenzentrum für die medizinische Einrichtung gehostet werden. Das Hamburger Unternehmen Akquinet bietet diese Variante unter dem Titel „TI as a Service“ seit 2018 für Kliniken, Praxen und inzwischen auch für Apotheken an.

Rechenzentrums-Konnektor erfüllt nach Online-Update auch eHealth-Konnektor-Funktionalitäten

Mit der jetzt zugelassenen secunet-Konnektorvariante, die in einem 19‘‘-Gehäuse geliefert wird, ist zunächst die Umsetzung der TI-Einführungsanwendung Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) möglich. Der Rechenzentrums-Konnektor ist jedoch technisch darauf vorbereitet, nach einem Online-Update die Funktionalitäten eines eHealth-Konnektors zu erfüllen.

Gleichzeitig erhöht sich für die Kliniken in Deutschland damit aber auch der Druck, sich fristgerecht bis zum Ende des Jahres 2020 an die Telematikinfrastruktur anzuschließen. Bislang hatten viele Geschäftsführer, Vorstände und IT-Leiter von Krankenhäusern die komplexen TI-Anbindungsprojekte in ihren Einrichtungen mit der Begründung verschoben, dass es keine explizit für Rechenzentren entwickelten Konnektoren gebe.


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